LBBW Divest!

Über unser erstes Treffen mit der Nachhaltigkeitsbteilung der LBBW, Auszug:

“Das Land unterstützt die Landesbank auf dem Weg zur Entwicklung einer Divestment-Strategie” – als klaren Auftrag betrachtet die LBBW diesen Passus im Koalitionsvertrag der baden-württembergischen Landesregierung von 2016.

Diese Haltung stellte sich als gute Gesprächsgrundlage für das Treffen zwischen der Nachhaltigkeitsabteilung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und Mitgliedern der Klimaschutzgruppe Fossil Free Stuttgart heraus. Das Gespräch, das Ende 2018 im Hauptsitz der Bank in Stuttgart stattfand, barg aus Sicht von Fossil Free Stuttgart einige positive Überraschungen.

Divestment halten die Vertreter*innen der Landesbank für ein wichtiges Thema, den Leitlinien zur Finanzierung von Kohleförderung und Kohlekraftwerken sollen in Bälde Ausschlusskriterien zu kontroversen Erdölförderpraktiken folgen. Schätzungsweise ein Viertel der Assets (Vermögensverwaltung, Asset-Management und Kundendepots) der Bank seien bereits auf nachhaltige Weise investiert. Dies wurde in der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen.

Nachdem sich die Stadt Stuttgart („Der Stuttgarter Gemeinderat entscheidet für nachhaltige Anlagekriterien!“) und das Land Baden-Württemberg („BW zieht Kapitalanlagen des Pensionsfonds aus dem Kohle- und Ölsektor ab“) neue Anlagerichtlinien gegeben haben, rückte die baden-württembergische Landesbank LBBW in unseren Fokus.

Im Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung findet sich auf Seite 15 der folgende Satz: „Das Land unterstützt die Landesbank auf dem Weg zur Entwicklung einer Divestment-Strategie.“

Ausschlusskriterien hält die LBBW laut einem Antwortschreiben auf unseren Offenen Brief vom November 2016 selbst für „nicht zielführend”, obwohl sie eine eigene und nach außen hin sehr ambitionierte Nachhaltigkeitspolitik verfolgt.

Wir machen Druck, damit die Landesregierung ihr Versprechen einhält und die LBBW möglichst bald eine Divestment-Strategie entwickelt.

Wie setzt sich Fossil Free Stuttgart für ein Divestment der LBBW ein?

Eine Chronik unserer Aktionen:

  • Offener Brief an die Verantwortlichen der LBBW [01.November 2016]
  • Globale Divestment Mobilisierung im Mai 2017:
    • Unser Anliegen öffentlich machen / Film Screening – Before the Flood [07.Mai 2017]
    • Gesprächsangebot an Politiker*innen und die Vorstandsvorsitzenden und den Aufsichtsrat der LBBW / Dosenwerfen & Unterschriften sammeln [11.Mai 2017]
  • Kunstperformance „ZAHLEN!“: 27-teilige Serie von Acrylgemälden als Geschenke an die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrat der LBBW
  • Öffentlichkeitsarbeit per Facebook, Blog und Newsletter / Video LBBW Divest!
  • Petitionsübergabe mit über 9.000 Unterschriften an Frau Staatssekretärin Splett stellvertretend für die verhinderte Ministerin Sitzmann [29.Mai.2017]
  • Aktionsstand vor dem Sitz der LBBW im Stuttgart am Tag der Hauptversammlung [31.Mai 2017]
  • Gespräch, Übergabe des Geschenks aus der Bilderserie „Zahlen!“ und der Petition an das Aufsichtsratmitglied der LBBW Staatsminister Klaus-Peter Murawski / Zusage, dass Petition an den Vorstandsvorsitzen der LBBW, Rainer Neske, weitergegeben wird!
  • Valentinsaktion: Die sechs Vorständen der LBBW erhielten zum Fest der Liebe Geschenke. Als Gegenleistung wünschen wir uns ein Zeichen für die Liebe der LBBW zum Klima und zu den folgenden Generationen in Form einer Divestment-Richtlinie.

Bisher haben wir nach der Antwort auf den gemeinsam mit einem Aktionsbündnis aus anderen Initiativen verfassten Offenen Brief von Seiten der LBBW keine Reaktion auf die Petition und unsere Forderungen erhalten. Dem Aktionsbündnis wurde ein Gesprächstermin für 2018 in Aussicht gestellt.

Wir bleiben dran!

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