Über uns

SAM_6081© Fossil Free Stuttgart

Städte tragen eine große Verantwortung im Kampf gegen den Klimawandel, denn ihre Emissionen entsprechen mancherorts denen ganzer Länder. So stößt etwa Stuttgart so viel CO2 aus wie Paraguay. Deswegen fordert Fossil Free Stuttgart die Stadt Stuttgart dazu auf, ihre Geldanlagen aus Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie abzuziehen, also zu divestieren, und in erneuerbare Energiequellen zu investieren. Unsere Forderung auf den Punkt gebracht: Divest Stuttgart!

Hintergrund der Strategie ist, dass wir etwa 80 % der verbleibenden Vorkommen an Kohle, Öl und Gas weder fördern noch verbrennen dürfen, wenn die Erwärmung der Atmosphäre auf 2°C begrenzt werden soll – nach den eben beendeten Klimaverhandlungen in Paris, die 1,5°C als Grenze der Erwärmung ansetzen, sogar entsprechend weniger. Alles andere würde eine Destabilisierung des Klimas mit katastrophalen Folgen für Mensch und Natur nach sich ziehen.

SAM_6128Die Carbon Bubble © Fossil Free Stuttgart

Außerdem ist damit zu rechnen, dass Unternehmen im fossilen Sektor in den kommenden Jahren stark an Wert verlieren werden, weil sie ihre Rohstoffvorkommen nicht mehr fördern und verkaufen können. Ein Prozess, der bereits in vollem Gange ist. Die Finanzwelt spricht von einer Kohlenstoffblase (engl. carbon bubble), die kurz davor ist zu platzen. Damit stellen Investitionen in fossile Energien ein hohes finanzielles Risiko dar. Die jüngsten Verluste von RWE und Eon verdeutlichen bereits heute, dass das Geschäftsmodell des fossilen Sektors nicht zukunftsfähig ist. Auch der Rückzug der Allianz aus Unternehmen, die mehr als 30 % ihres Umsatzes mit Kohle machen, sendete ein deutliches Zeichen.

Fossil Free Stuttgart ist eine Arbeitsgruppe des BUND Kreisverbands Stuttgart und Teil der weltweiten Fossil Free Bewegung. Diese entstand 2012 in den USA als Kampagne der NGO 350.org und ist inzwischen auf allen Erdteilen zu finden. Überall auf der Welt kämpfen lokale Gruppen für das Divestment ihrer Städte, Gemeinden, Kirchen, Universitäten, Stiftungen und anderer Institutionen aus den 200 größten Kohle-, Erdöl- und Erdgasunternehmen.

Ein solcher Abzug von Investitionen erreicht zweierlei: Einerseits schützt es vor den Gefahren zukünftiger Wertverluste und sichert so nachhaltig die finanzielle Stabilität Ihrer Stadt. Andererseits entzieht es klimaschädlichen Unternehmen die gesellschaftliche Zustimmung und trägt so zu Wandel bei, der aufgrund der Klimakrise notwendig geworden ist. Vielerorts ist diese Forderung bereits Wirklichkeit: Über 500 Institutionen haben sich inzwischen der Divestment-Bewegung angeschlossen. Zusammen verwalten sie ein Gesamtvermögen von 3,4 Billionen US-Dollar. Im November verpflichtete sich Münster als erste deutsche Stadt zu Divestment. Warum sollte Stuttgart nicht als nächstes dran sein?

Gewöhnlich trifft sich unsere Gruppe dienstags um 18:30 Uhr im UWZ in der Rotebühlstraße 86/1, am besten checkst Du aber vorher nochmal unsere Ankündigungen. Wir freuen uns, wenn Du mal vorbeischaust!

Mehr Infos und Kontakt über Facebook, unsere Website hier oder per Mail.

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