Neues vom Pensionsfonds BW

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Die taz hat heute einige interessante Informationen veröffentlicht im Artikel „CDU warnt vor grüneren Geldanlagen“. Abgesehen von der rückwärtsgewandten Einstellung des Koalitionspartners CDU gibt es auch gute Neuigkeiten zu lesen:

Bis spätestens zur Sommerpause will das Haus von Finanzministerin Sitzmann den ethischen Investitionsleitfaden nun durch den Beirat bringen.

Wir sind gespannt und schauen weiter hin!

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Welt im Klimawandel: Vortrag, Diskussion, Film und Fortbildung

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Der Klimawandel stellt die Welt vor neue Herausforderungen. (Fast) alle reden über Klimaschutz. Doch wie können wir wirklich zu einer ökologischen und gerechten Gesellschaft beitragen?
Auf diese Themen wollen wir mit unseren Veranstaltungen aufmerksam machen (v.a. am Freitag) und euch dazu einladen mit uns Wege zu entwickeln, wie wir das Thema in der Bildungsarbeit vermitteln können (v.a. am Samstag).

Gemeinsam mit dem EPiZ Reutlingen  dem BUND Kreisverband Stuttgart und dem Klima- und Umweltbündnis Stuttgart (KUS) möchten wir euch gerne einladen zu einem Wochenende mit spannenden Veranstaltungen zum Thema Welt im Klimawandel.

Hier geht’s zum Facebook-Event.

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Teil 1: Vortrag und Diskussion / Freitag, 10. März 2017, 18:00 Uhr

AUF DER FLUCHT – wie Klimawandel und Umweltzerstörung Menschen vertreiben

Durch die Klimaerwärmung und den flächendeckenden Raubbau an den Ökosystemen verlieren immer mehr Menschen ihre Lebensgrundlage. Die Menschheit steuert auf eine humanitäre Katastrophe bisher unbekannten Ausmaßes zu und trotzdem gibt es bis heute keinerlei rechtlichen Schutz für Menschen, die auf der Flucht vor Umweltveränderungen sind. Vortrag mit Felix Müller.

Moderation von Dorothee Häußermann, Klimaaktivistin und -referentin u.a. bei ausgeCO2hlt, der Attac AG Energie, Klima, Umwelt und Ende Gelände.

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Teil 2: Filmvorführung / Freitag, 10.März 2017, 20:15 Uhr

„BEYOND THE RED LINES – Systemwandel statt Klimawandel“

Eintritt frei.

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Teil 3: Multiplikator*innen-Fortbildung „Welt im Klimawandel“ /
Samstag, 11. März 2017 von 10:00 – 18:00 Uhr

(Fast) alle reden über Klimaschutz. Doch wie können wir wirklich zu einer ökologischen und gerechten Gesellschaft beitragen? Wie können wir den „Klimawandel“ in unserer Bildungs- arbeit vermitteln? Fortbildung für Lehrkräfte, BtE-Referent*innen, Klimabewegte und Multiplikator*innen des Globalen Lernens.
Die Zahl der Teilnehmer*innen an der Multiplikator*innen-Fortbildung am 11.März ist begrenzt. Wir bitten um Ihre Anmeldung (Name und Organisation) per Mail an marieke.kodweiss@epiz.de

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Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Ausstellung „Klima? Wandel. Wissen! Neues aus der Klimawissenschaft“ von Germanwatch e.V. statt, die vom 27.02-13.03.2017 im Welthaus zu sehen ist.

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Ausführliche Infos zum Veranstaltungswochenende findet hier.

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Filmvorführung: Do the Math

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Dienstag, 14. Februar 2017, 20:30 Uhr – 22:00 Uhr
Ort: Umweltzentrum Stuttgart, Rotebühlstraße 86/1, 70178 Stuttgart

Fossil Free Stuttgart lädt alle Interessierten zu einem Treffen ein!

Ihr wolltet schon immer mal wissen, was Divestment ist und was wir so machen? Ihr wollt an der Uni Stuttgart oder Hohenheim eine eigene Kampagne starten, wisst aber nicht so genau wie? Ihr findet uns wahnsinnig nett und wolltet uns einfach mal kennenlernen? Alles gute Gründe am 14.2. mit uns den Film Do the Math über die Hintergründe der Divestment-Bewegung anzuschauen und danach noch ein bisschen zu schnacken.

Wir freuen uns auf euch!

Aktionstag „Klimabewusstes Reisen“ im Rahmen der CMT

 

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Klimabelastung pro Fahrgast bei einer Reise von 1500 km, Quelle: UBA, 2012; KUS Stuttgart

WANN
Samstag, 21. Januar 2017, 10.30 Uhr bis 14 Uhr

WO
Messe-Piazza, Messe Stuttgart

WAS
Das Klima- und Umweltbündnis Stuttgart KUS lädt zusammen mit dem Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Stuttgart und dem Allgmeinen Fahrradclub Ortsgruppe Stuttgart bereits zum fünften Mal ein zum Aktionstag klimafreundliches Reisen.
Die Veranstaltung findet anlässlich der CMT Messe Caravan Motor Touristik am Samstag, 21.01.2017 von 10.30 Uhr bis 14 Uhr auf der Messepiazza am Eingang zur Messe statt. An einem Stand informieren die Gruppen über die Klimaauswirkungen, die unterschiedliche Arten des Reisens haben. Besonders Fliegen verursacht hohe spezifische CO2-Emissionen und hat eine erhebliche Erwärmungswirkung. Dies werden wir in einem Straßentheater veranschaulichen.

WARUM
Klimafreundliche Flugreisen sind jetzt und werden in naher Zukunft nicht möglich sein!
KUS-Koordinator Dieter Bareis :“Die Wahl des Verkehrsmittels bei Urlaubsreisen wirkt sich sehr drastisch auf die CO2-Bilanz einer Person aus. Wer hätte gedacht, dass ein Flug nach Mallorca in der Economy-Class im Blick auf den Klimawandel schon der Wirkung von fast einer halben Tonne CO2 entspricht? Und das pro Passagier, nicht pro Flugzeug. Ein Flug nach Australien führt pro Passagier etwa zu gleich viel Erwärmung wie 10 t CO2, was fast dem gesamten jährlichen Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 eines durchschnittlichen Deutschen entspricht oder dem eines Menschen in Tansania während seines ganzen Lebens.“ Mit einem Emissionsrechner kann man zum Beispiel bei der gemeinnützigen Organisation Atmosfair die Daten selbst nachprüfen (unter http://www.atmosfair.de).

2016 wurden weltweit 3,7 Milliarden Passagiere transportiert, bis 2035 könnte sich der globale Flugverkehr laut Luftfahrtorganisation IATSA verdoppeln.  Die Emissionen durch den Luftverkehr wachsen Jahr für Jahr  stärker als die gesamten globalen Treibhausgasemissionen. Die Erderwärmung lässt sich so kaum auf noch bewältigbare 2°C oder gar 1,5°C begrenzen. Mit alternativen Antrieben (außer Biosprit, der die Probleme nicht lösen kann) ist laut einer Studie der TU Darmstadt bis 2050 nicht zu rechnen. Um den EU-Kerosinbedarf mit Algensprit zu decken, wäre eine Fläche so groß wie Portugal nötig –  Fläche in dieser Größenordnung steht nirgendwo zur Verfügung.
Bareis weiter: „Uns ist es wichtig, die Leute zu informieren. Jede und jeder wählt das Verkehrsmittel für die Urlaubsreise selbst. Um sich klimabewusst entscheiden zu können, braucht man die entsprechenden Informationen, die wir, gründlich recherchiert, in einem „Flug-Blatt“ zusammengefasst haben.“ Wenn sich ein Fliug nicht vermeiden lässt, kann man zum Ausgleich Klimaschutzprojekte mit einem finanziellen Beitrag unterstützten. Die gemeinnützige Organisation „atmosfair“ verbreitet zum Beispiel in Ruanda effiziente Holzkocher, die den CO2-Ausstoß drastisch reduzieren.

Dieter Bareis:„Wir setzen aber nicht nur beim Reisenden an. Die Politik muss faire Rahmenbedingungen für das Reisen schaffen. Es kann nicht sein, dass das klima- und umweltfreundliche Reisen mit der Bahn steuerlich stärker belastet wird als das klimaschädliche Fliegen! Kerosin und laute Flugzeuge müssen besteuert werden! 2012 wurde der Flugverkehr in Deutschland durch die Energiesteuerbefreiung des Kerosins und die Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge laut Umweltbundesamt mit 12 Milliarden Euro begünstigt  –  zum Nachteil der klimafreundlicheren Bahn.
Außerdem fordern wir eine Informationspflicht der Reiseveranstalter über den mit einer Reise verbundenen Treibhausgasausstoß.
Von den Reiseanbietern fordern wir u.a., transparent über die mit einer Reise verbundenen Klimaauswirkungen zu informieren, damit der Kunde eine Entscheidungsgrundlage hat. Am besten sorgt schon der Reiseanbieter für einen Emissionsausgleich.“
Auch Kreuzfahrten und Reisen mit dem eigenen Auto oder Caravan, die im Durchschnitt Jahr für Jahr mehr PS haben, sind alles andere als klimafreundlich.
Wir empfehlen als Klimafreundliche Alternativen Wander-, Rad- und Städtetouren mit Start von zuhause aus oder mit Anreise per Bus oder Bahn.

WER
In Stuttgart ruft das Klima- und Umweltbündnis Stuttgart  zu klimabewusstem Reisen auf.
Dem Klima- und Umweltbündnis Stuttgart KUS gehören inzwischen 29 Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Vereine und zahlreiche Einzelpersonen an (unter anderem auch wir, Fossil Free Stuttgart, und der BUND Kreisverband Stuttgart). Es ist somit der größte Zusammenschluss zu dieser Thematik im Stuttgarter Raum. Ziel des Bündnisses ist es, auf demokratischer und überparteilicher Grundlage eine Politik der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes in Stuttgart durchzusetzen. Es will damit einen Beitrag zum Schutz des Klimas unserer Erde auf regionaler Ebene leisten und auf die notwendige Wende in der Energiepolitik hinarbeiten.

Vortrag und Diskussion: Klimaschutz – Divestment – Kommunalpolitik

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Was:
Vortrag und Diskussion mit Carolin Jaschek (Fossil Free Stuttgart) und Christoph Ozasek (Die Linke)
Moderation: Regina Birner

Wann:
Mittwoch, der 1. Februar 2017, um 18:00 Uhr

Wo:
In der Thomas-Müntzer-Scheuer,
Emil-Wolff-Str. 20,
Stuttgart Hohenheim

Worum gehts:
Investitionen in fossile Energien boomen an den Finanzmärkten,  trotz des UN-Klimarahmenabkommens und des politisch formulierten Ziels der Dekarbonisierung bis spätestens Mitte des Jahrhunderts.

Hier setzt die Divestment-Bewegung an: mit dem Abzug öffentlicher Gelder aus Kohle, Öl & Gas hat sie ein finanzielles Instrument für den Klimaschutz gefunden.

Die Änderung des Anlageverhaltens auf den Finanzmärkten ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer sozial-ökologischen Wende der Gesellschaft.

Die Divestment-Aktivistin Carolin Jaschek (Fossil Free Stuttgart) und der Stadtrat Christoph Ozasek (Die Linke) berichten von der erfolgreichen Stuttgarter Divestment-Kampagne, die 2016 zu der Entscheidung beitrug, dass die Stadt Stuttgart ihre sämtlichen Finanzanlagen nach nachhaltigen Kriterien umschichtet.

Und war das alles oder geht es noch weiter mit Divestment in Stuttgart?

Veranstaltet durch: Referat für politische Bildung, Asta Uni Hohenheim

Liebe LBBW: Bitte kein Geld für Fossile!

Wir fordern die Landesbank Baden-Württemberg auf, Investitionen in klimaschädliche Kohle-, Öl- und Gasunternehmen zu beenden.

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Die Kohlenstoffblase ist auch für die LBBW eine Gefahr (unsere ist aber ganz friedlich).


Dazu haben wir eine kleine Aktion durchgeführt samt Pressemitteilung:

Die Umweltverbände fordern die neue Führung der LBBW auf, sich ein Beispiel an den Anlagerichtlinien der Stadt Stuttgart [2] zu nehmen und entsprechende Kriterien für die Bank zu verabschieden. Um auf das Thema und die Forderung aufmerksam zu machen, veranstalteten sie am 02.12.2016 eine Aktion vor der LBBW-Zentrale in Stuttgart. Verkleidet als Kohlenstoffblase, mit Bannern und einem Kohle-Haufen verteilten sie Flyer an Passant*innen und Bankmitarbeiter*innen und erläuterten die Aktion mit dem Megafon.

Der Klimagipfelbeschluss von Paris 2015, der die Erderwärmung auf maximal 1,5° C begrenzen will, bedeutet eine Dekarbonisierung der Weltwirtschaft bis 2050. Dies bedeutet auch, dass ein Großteil der fossilen Energiereserven in der Erde bleiben müssen.

Eine Änderung ihrer Anlagenpolitik sollte auch im Interesse der LBBW liegen: Kunden wie die RWE haben mit Kursverlusten von über 50% in einem Jahr zu kämpfen. Die von Sir Nicholas Stern beschriebene „Carbon Bubble“ rückt ebenfalls sehr schnell näher. Die Carbon Bubble oder Kohlenstoffblase bezeichnet die aufgeblähte Investitionsblase in fossile Brennstoffe. Sie ist das Ergebnis einer Überbewertung von Kohle-, Öl- und Gasreserven, die nicht berücksichtigt, dass der Großteil der fossilen Reserven einem hohen Risiko ausgesetzt ist, unverwertbar zu sein. Daher müssen Pensionsfonds der Europäischen Union künftig Risiken wie die Carbon Bubble bei Investitionsentscheidungen berücksichtigen. [3]

Die Umweltverbände fordern von den Vertretern der Landesregierung im Aufsichtsrat der LBBW, Finanzministerin Edith Sitzmann und Staatsminister Klaus-Peter Murawski, die im Koalitionsvertrag gemachten Aussagen zu Divestment nachdrücklich einzufordern und umzusetzen.

ANMERKUNGEN / HINTERGRUND

[1] Im Koalitionsvertrag der Grün-Schwarzen Regierung steht zu lesen:
„Die Landesbank fördert das Interesse an nachhaltigen und ökologischen Investments. Das Land unterstützt die Landesbank auf dem Weg zur Entwicklung einer Divestment-Strategie.“ (S.15)

In einem Interview in den Stuttgarter Nachrichten vom 24.10.2016 erklärte Splett zudem, die Sondervermögen des Landes sollten nicht mehr bei Klimasündern angelegt werden.

[2] Die Stadt Stuttgart hat im Juli neue Anlagerichtlinien verabschiedet:
Aus der Vermögensanlage werden Unternehmen ausgeschlossen, die in den Rohstoffabbau von Kohle und Öl und unkonventionelles Erdgas investieren.

[3] Die EU verpflichtet Pensionsfonds in der Europäischen Union künftig Sozial- und Umweltstandards bei ihren Investitionen zu berücksichtigen. Unter anderem müssen die betrieblichen Altersversicherungen in Zukunft Klimarisiken bei Investitionsentscheidungen berücksichtigen. (klimaretter.info, 27.11.2016)

[4] Reaktionen der LBBW

Der bisherige LBBW-Chef Hans-Jörg Vetter war nicht bereit, auf Anfragen von Umweltgruppen einzugehen und versteckte sich hinter dem Geschäftsgeheimnis. Obwohl die LBBW anderslautende ökologische und soziale Selbstverpflichtungen formuliert hat, investiert die Bank in oder finanziert kontroverse Unternehmen. LBBW-Kunden, die den Klimawandel weiter anheizen, sind unter anderem Royal Dutch Shell, RWE, Total und Vattenfall. Im Folgenden zwei von vielen Beispielen, die unzureichenden Nachhaltigkeitsbemühungen der Bank zeigen, aufgedeckt im Fair Finance Guide (Stand November 2016):

a) Klimawandel

Die Richtlinien der LBBW zum Thema Klimawandel sind nach wie vor ungenügend. Es gibt keine konkreten Hinweise darauf, ob es in der Verwaltung von eigenen Geldern, von Kundengeldern, oder im Kreditgeschäft Richtlinien zum Klimaschutz gibt. Insbesondere hat die LBBW sich bislang nicht dazu verpflichtet, klimaschädliche Tätigkeiten wie den Abbau von sowie die Energiegewinnung aus fossilen Energieträgern für Finanzierungen und Investitionen auszuschließen. Eine konkrete Richtlinie als Strategie der Bank im Bereich der regenerativen Energien liegt bislang jedoch nicht vor.

b) Öl und Gas

In der Branchen-Länder-Matrix der LBBW werden Prüfaspekte für den Erdöl-/Erdgassektor thematisiert. Auch wenn die ILO Kernarbeitsnormen von Öl- und Gasunternehmen eingehalten werden müssen, um für die LBBW zur Investition des freien, ungebundenen Eigenkapitals in Frage zu kommen, bleibt sie weiterhin sehr vage. Themen wie Unfallverhütung und Abfallmanagement werden zwar genannt, jedoch wird kein Bezug zu kontroversen Aktivitäten, wie beispielsweise arktischen Tiefseebohrungen, Explorations- und Gewinnungsvorhaben in Schutzgebieten oder Landaneignungen sowie Korruptionsvorfällen in der Branche hergestellt. Damit erfüllt die LBBW nur 4% der Prüfkriterien des Fair Finance Guide für die Finanzierung von bzw. Investition in Öl- und Gasunternehmen.

Die fehlenden Selbstverpflichtungen der LBBW im Bereich Öl und Gas werden durch das Investitionsverhalten der Bank bestätigt. Von der LBBW aufgelegte Fonds sind in Total investiert. Das Unternehmen ist aktiv in der Erschließung und Gewinnung von Öl- und Gasreserven und trägt so zu Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung bzw. klimaschädlichen Treibhausgasemissionen bei. Durch die finanzielle Unterstützung dieses kontroversen Unternehmens ist die LBBW mitverantwortlich für daraus resultierende Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung.

Aus kontrolliertem Raubbau – Lesung und Gespräch mit Kathrin Hartmann

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Am Freitag, 30. September 2016 ist die Autorin Katrin Hartmann mit ihrem neuen Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“ bei uns zu Gast in Stuttgart.

Politik und Wirtschaft heizen das Klima an, vernichten Natur und produzieren Armut: Im Buch rechnet die Autorin ab mit der Illusion des grünen Wachstums, dem Zynismus von Wirtschaft, Politik und NGO und unserem verschwenderischen Lebensstil.

Für ihre Recherchen reiste Kathrin Hartmann nach Indonesien, Bangladesch und El Salvador: Selbst für nachhaltiges Palmöl, das in Biodiesel und mittlerweile jedem zweiten Supermarktprodukt steckt, werden in Südostasien Regenwälder gerodet und Menschen vertrieben.

Freitag, 30. September 2016 ab 19 Uhr im Bürgerzentrum West, Bebelstr.22, 70193 Stuttgart; U-Bahn Haltestelle Schwab-/Bebelstraße, Eintritt frei

Hier geht’s zum Flyer, den ihr gerne teilen und verbreiten dürft.

Stop TTIP- und CETA-Demo am 17.09.

Jetzt wird entschieden! Bundesweite Großdemonstrationen in sieben Städten am 17. September!

CETA und TTIP, die Abkommen der EU mit Kanada und den USA, drohen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben. Im Herbst geht diese Auseinandersetzung in die heiße Phase: EU und USA drücken aufs Tempo und wollen TTIP bis zum Jahresende fertig verhandeln.

CETA ist bereits fertig verhandelt. EU-Kommission und Bundesregierung wollen, dass das Abkommen beim EU-Kanada-Gipfel im Oktober offiziell unterzeichnet wird. Zuvor müssen sowohl der EU-Ministerrat als auch die Bundesregierung entscheiden, ob sie CETA stoppen. CETA dient als Blaupause für TTIP. Schon mit CETA könnten Großunternehmen über kanadische Tochtergesellschaften EU-Mitgliedsstaaten auf Schadensersatz verklagen, wenn neue Gesetze ihre Profite schmälern.

Kurz vor diesen Entscheidungen tragen wir unseren Protest gegen CETA und TTIP auf die Straße! Getragen von einem breiten Bündnis demonstrieren wir mit weit über hunderttausend Menschen am Samstag, den 17. September in sieben Städten – in Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Damit fordern wir auch die Landesregierungen auf, im Bundesrat CETA und TTIP nicht zuzustimmen!