Solidemo Hambacher Forst und Kohleausstieg

Die Räumung des Hambacher Forsts hat heute begonnen. Mit Beschluss der NRW-Bauministerin von Mittwoch 12.09.2018, sollen alle Baumhäuser im Hambacher Forst mit sofortiger Wirkung geräumt werden.

Seit heute Morgen befinden sich daher Büger*innen, Unterstützer*innen, Aktivist*innen und Besetzer*innen im Wald und stellen sich RWE und der Polizei in den Weg.

++ Kommt am Freitag, 14.09. um 18:00 zum Schlossplatz in Stuttgart – Solidemo Hambacher Forst & Kohleausstieg ++ 

Bringt Banner und Plakate mit!

Die Klimakrise hat Europa längst erreicht. Aber trotz Hitzesommer und Waldbränden soll der Hambacher Forst der Braunkohle weichen. Statt einen von Europas letzten Urwäldern zu schützen, wird unser CO2-Austoß durch den Kohleabbau weiter in die Höhe getrieben.

Dagegen wehren wir uns und zeigen uns solidarisch mit den Menschen, die im Wald protestieren. Braunkohle ist eine Technologie der Vergangenheit, sie verpestet das Klima und macht es unmöglich die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Wir müssen die Erderwärmung deutlich unter 2 Grad halten, dafür braucht es jetzt den Kohleausstieg und keine Fällung eines 12.000 Jahre alten Waldes!

 

Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung
P.S.: Wer kann, fährt am besten direkt in den Wald und unterstützt die Aktivist*innen vor Ort! Weitere Infos hier: http://www.facebook.com/pg/AktionUnterholz/
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Mahnwache für das Klima

Zeit: Samstag, 08. September 2018 12:00-14.00 Uhr
Ort: Königstraße 3, Stuttgart

Außerdem: Teilnahme von Fossil Free Stuttgart an der Critical Mass am 07.09.2018

Am globalen Aktionstag Rise for Climate hält die Klimaschutzgruppe Fossil Free Stuttgart eine Mahnwache ab, damit die Klimakiller Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben und der Kohleausstieg in Deutschland schnell erfolgt.

Fossil Free Stuttgart beteiligt sich am weltweiten Aktionstag #RiseforClimate mit einer Mahnwache vor der BW-Bank Filiale in der Stuttgarter Königstraße. Seit knapp zwei Jahren setzt sich Fossil Free für eine klimafreundliche Anlagepolitik der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ein. Die LBBW hat bereits Anlagerichtlinien für die Kohleindustrie, Richtlinien für die Bereiche Öl und Gas fehlen bislang. In Teilen hat die Landesbank also die die Finanzierung von Kohleprojekten ausgeschlossen. Gleichzeitig gibt es zu den meisten Umwelt- und Klimaschutzaspekten nur vage Richtlinien, wie der Fair Finance Guide im Mai 2018 feststellte. Des Weiteren gäbe es keine weiteren konkreten Hinweise darauf, wie in der Verwaltung von eigenen Geldern, Kundengeldern oder im Kreditgeschäft Richtlinien zum Klimaschutz berücksichtigt werden.

   

Mit der Mahnwache will Fossil Free Stuttgart auch auf die derzeit tagende Kohlekommission aufmerksam machen. Vor Ort wird eine Petition des BUND unterstützt, die von Bundesregierung und Kohlekommission einen zügigen und konsequenten Ausstieg aus der Kohle fordert.

Am 07.09.2018 wird sich die Gruppe an der Critical Mass in Stuttgart beteiligen. Bei der Fahrraddemo wollen die Klimaschützerinnen und Klimaschützer gemeinsam mit anderen gegen den Klimawandel engagierten Menschen für Ende Gelände werben. Sie zeigen sich solidarisch mit den Kommissionsmitgliedern und Aktivistinnen und Aktivisten, die gegen die Rodung des Hambacher Waldes protestieren und damit verhindern wollen, dass RWE Fakten schafft, während über den Kohleausstieg noch verhandelt wird.

Tausende Menschen auf fünf Kontinenten werden mit kreativen Aktionen im Rahmen der Kampagne Rise for Climate auf die wachsenden Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam machen und ein Ende des fossilen Zeitalters fordern.

“Die Hitzewelle mit der langen Dürreperiode hat diesen Sommer auch in Deutschland deutlich gemacht, dass die Auswirkungen des Klimawandels alle etwas angehen. Wir müssen so schnell wie möglich den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen schaffen, um der Menschheit – heutigen und folgenden Generationen überall auf der Erde – eine Chance auf einen lebenswerten Planeten zu erhalten. Wer wie die Landesbank Baden-Württemberg Unternehmen aus dem Kohle-, Öl- und Gassektor finanziert, übernimmt damit Verantwortung für die Zerstörung des Klimas“, so Carolin Jaschek von Fossil Free Stuttgart.

In ganz Deutschland wird es dezentrale Aktionen geben, um ein Ende von Kohle, Öl und Gas fordern. So werden Kommunen und Universitäten beispielsweise aufgefordert, Investitionen in den fossilen Sektor zu beenden oder lokale Kohlekraftwerke abzuschalten.

Aktionen und Veranstaltungen finden u.a. in Mainz, Paderborn, Eisenach, Karlsruhe, Frankfurt, Köln, Erlangen und Münster statt. Die Essener Bevölkerung wird dem Kohlekonzern RWE symbolisch die Aktien der Stadt zurückgeben und so ihrer Forderung nach dem Verkauf der städtischen RWE-Aktien Nachdruck verleihen. Der Bürgermeister Thomas Kufen und RWE Vorstandschef Schmitz werden zu der Aktion eingeladen und können dort Stellung beziehen. In Berlin wird ein NGO-Bündnis mit einer Großprojektion und weiteren Aktionen „brennende Landschaften“ wie den jüngsten Waldbrand in Fichtenwalde/Brandenburg in den Fokus rücken. Gefordert wird von der Bundespolitik u.a. ein Subventionsstopp für fossile Brennstoffe, Divestment von 600.000 Bundespensionen und ein Klimaschutzgesetz für eine Bürger-Energiewende mit 100% Erneuerbaren.

In Stade werden Hunderte Menschen auf die Straße gehen, um gegen das örtliche Kohlekraftwerk zu protestieren und den schnellen landesweiten Kohleausstieg einzufordern.

Neben den Gruppen in Deutschland nehmen viele Menschen am Aktionstag teil, die besonders vom Klimawandel und der Kohle-, Öl- und Gasindustrie betroffen sind: Pazifische Inselbewohner werden ihre lokalen Institutionen auffordern, auf 100 % erneuerbare Energien umzusteigen; in Thailand sind Demonstrationen um den UN-Klimagipfel in Bangkok geplant; in Afrika treffen sich lokale Entscheidungsträger, um den Übergang zu einer sozial gerechten und fairen Energieversorgung zu beschleunigen.

 

 

Aktuelle Termine in Stuttgart

JULI

  • 30.Juli (19 Uhr): Impact Investing Stammtisch
  • 31.Juli (18 Uhr): Fossil Free Stuttgart trifft sich bei Flora & Fauna. Wir bereiten unsere Aktion am 8.September vor. Kommt vorbei und macht mit!

AUGUST

  • 20.August (18:30 Uhr): Webinar zum Aktionstag „Rise for Climate“ zum Thema erfolgreiche Medienarbeit.

SEPTEMBER

OKTOBER

NOVEMBER

Barcamp GUTES GELD

Wir möchten Euch zu einer Veranstaltung einladen, die sicher spannend für alle ist, die sich für Divestment, ethische Geldanlagen, Regionalwährungen, geldreies Leben und ähnliche Themen interessieren:

GUTES GELD BARCAMP: Investieren 4.0 für BesserMacherInnen
Freitag, 4. Mai, 16.30-22 Uhr im wizemann.space in Stuttgart

Der Eintritt ist frei.

Wie können wir aus unserem Geld GUTES GELD machen – global und ganz persönlich? Das GUTES GELD Barcamp ist ein offenes Konferenzformat und bietet eine Plattform für Vernetzung, Austausch und Inspiration. Kreative Ideen jeder Art können eingebracht und die unterschiedlichsten Facetten von „Gutes Geld“ beleuchtet werden. Wie bei einem Barcamp üblich, entstehen die Sessions nach dem demokratischen Prinzip der abstimmenden Füße und folgen keiner starren Agenda.

Hier der Link zur Anmeldung: www.gutesgeld.de/barcamp
und hier der Link zum Facebook-Event:https://www.facebook.com/events/1924623307754978/
Gerne könnt ihr die Info in Eurem Netzwerk streuen, per Newsletter, über Social Media oder natürlich mündlich.
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Earth Hour 2018 in Stuttgart

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Hallo liebe Klimafreund*innen,

heute werden überall auf der Welt für eine Stunde die Lichter ausgemacht, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen!

Aber Du musst nicht zuhause im Dunkeln sitzen, sondern kannst zu unserem Stand am Schlossplatz kommen. Dort kannst Du ein Teechen mit uns trinken, wenn Du es schaffst mit dem Energierad das Wasser zum kochen zu bringen!

Es wird Aktionen, Reden, Infostände und Unterhaltung geben, wir freuen uns auf deinen Besuch!

Nachstehend der Link zum Facebook-Event:

https://www.facebook.com/events/1165448960258457/

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr am Schlossplatz gegenüber vom Kubus.

Die Lichter werden von 20:30  bis 21:30 Uhr gelöscht.

Gastgeber*innen sind der WWG Jugend, der BUND, die Umweltgewerkschaft Stuttgart und Fossil Free Stuttgart.

Grün ist die Farbe der Liebe

Ein Valentinstags-Gruß an die LBBW

Auch wenn die LBBW unsere Zuneigung nicht erwidert: Wir schenken den sechs Vorständen zum Fest der Liebe Bilder. Die Bilder zeigen das Beschenkt-werden mit Zweigen und Blumen. Der Clou: Dieses vermeintliche Geschenk ist nicht uneigennützig. Sobald der oder die „Beschenkte“ es annimmt, wird eine Gegenleistung fällig.

Und auch wir erhoffen eine Gegenleistung!

Als Dank wollen wir keine Rendite aus finanziellen Engagements in fossilen Rohstoffen. Wir wünschen uns ein Zeichen für die Liebe der LBBW zur Natur und zu den folgenden Generationen. Eine Divestment-Richtlinie sagt mehr als tausend Worte (in einem schicken Nachhaltigkeitsbericht)!

Darum fordern wir die Vorstände der LBBW auf, der Landesbank umfassende umweltfreundliche und nachhaltige Investitionsrichtlinien zu geben, die Investments in Kohle-, Öl- und Gasfirmen ausschließen. Hier findet ihr den Brief, den wir den sechs Vorständen der LBBW geschrieben haben.

Und auch ihr könnt Euch selbst, der Natur und unseren Nachkommen ein Geschenk machen: Lasst Euch von den Vorbildern auf http://www.bund-Stuttgart.de/co2-Staffellauf inspirieren und macht mit beim Klimafasten!

Die Fossilfreien aus Stuttgart

Starke Signale für eine gerechte Klimapolitik– Unsere Erlebnisse und Eindrücke der Proteste zum Auftakt der COP 23 in Bonn

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Unsere Forderung vor dem Tagebau Hambach

Tausende von Menschen aus aller Welt haben sich am Wochenende vor der Eröffnung der 23. UN-Klimakonferenz in Bonn eingefunden, um an die Abgeordnete zu appellieren, sich für den sofortigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern stark zu machen. Die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen geht mit hohen CO2-Emissionen einher; die Verbrennung von Braunkohle ist die mit Abstand klimaschädlichste Form der Stromgewinnung. Dennoch müssen nach wie vor Menschen im rheinischen Braunkohlerevier ihre Heimat verlassen, um den Baggern der RWE Platz zu machen, die die Erde aufreißen, auf der einst ihre Häuser standen. Bis 2045 soll die gesamte Kohle im Rheinland abgebaut sein. Wenn tatsächlich all diese Kohle abgegraben und verstromt wird, besteht keine Chance die Klimaerwärmung unter 2 °C zu halten, wie es das Pariser Abkommen vorsieht!

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25.000 Menschen demonstrieren für Klimagerechtigkeit und Kohleausstieg

Daher zogen am Samstag rund 25.000 Menschen mit Bannern und Parolen unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen“ durch die Bonner Straßen, um zu signalisieren, dass wir den Ernst der Lage kennen und uns nicht mit leeren Versprechen als Resultat der Klimakonferenz abspeisen lassen.

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Eine klare Botschaft auf der Kundgebung nach der Demo

Der Sonntag begann mit einer Zeremonie der Pacific Climate Warriors. Das ist eine Klimabewegung verschiedener Frontline Communities und indigener Gemeinschaften aus dem Pazifikraum, die unter dem Banner „We are not drowning, we are fighting“ (Wir ertrinken nicht, wir kämpfen), zusammenkommen. Ihr Lebensraum wird durch die hierzulande betriebene Kohleverstromung unmittelbar gefährdet. Einige der Pazifikinseln liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel.

Die Zeremonie fand in Manheim, einem kleinen Ort am Rande des Tagebaus Hambach statt, der umgesiedelt wird um der sich ausbreitenden Mine Platz zu machen.

Bereits über 40.000 Menschen wurden im Rheinland zu Gunsten des Klimakillers Braunkohle aus ihrem Zuhause vertrieben, über 100 Siedlungen von den Kohlebaggern der RWE verschluckt. Da die Böden in der betroffenen Region aus Parabraunerden bestehen, die sich durch ihre besondere Fruchtbarkeit auszeichnen, ist die Umsiedlung und Zerstörung der Landschaft auch ein besonders herber Verlust für die Landwirtschaft. Dass der Erhalt einer derart wertvollen Landschaft und Heimat Tausender Menschen zweitrangig ist und sich den umweltschädlichen Interessen eines einzigen Energiekonzerns beugen muss, ist erschütternd. Vor allem vor dem Hintergrund des Pariser Abkommens, dessen Einhaltung nur durch den Verzicht auf fossile Energieträger gewährleistet werden kann, stellt sich die Umsiedlung dieser Dörfer durch die RWE Power AG als vollkommen ungerechtfertigt dar.

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Antje Grothus von der Initiative Buirer für Buir bedankt sich bei den Pacific Climate Warriors für die inspirierende Zeremonie

So wurde durch die Zeremonie der Pacific Climate Warriors, in die auch zwei Aktivistinnen aus Klimabewegungen in Deutschland einbezogen wurden, unsere Verbundenheit im Kampf um unsere Lebensräume ausgedrückt. Der Kohleabbau, zu dessen Gunsten immer wieder Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden, ist auch einer der Hauptgründe dafür, dass der Lebensraum der Menschen im Pazifik durch Klimakatastrophen und den steigenden Meeresspiegel massiv bedroht ist. Überall auf der Welt verlieren Menschen ihr Zuhause, weil ein paar Wenige um jeden Preis mit der altmodischen und überholten Technologie der Kohleverstromung Profit machen. Daher wird die Forderung nach Klimagerechtigkeit immer lauter.

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Nicht nur die Ortschaft Manheim, sondern auch der Hambacher Forst, die ehemals größte Waldfläche  im Rheinland, müssen diesem gigantischen Tagebau weichen

Bislang hat Deutschland es geschafft, sein Image als Energiewendevorreiter aufrecht zu erhalten. Und das, obwohl das rheinische Braunkohlerevier in unmittelbarer Nähe des Austragungsorts der Klimakonferenz die größte CO2-Quelle Europas ist!

Um diese Farce zu demaskieren, haben sich einige Aktivist*innen der Aktion „Ende Gelände“ angeschlossen und sind in den Hambacher Tagebau eingedrungen. Die entschlossenen Umweltschützer*innen stellten sich der Polizei entgegen und kämpften sich ihren Weg durch Gräben und über Wehre zu den Baggern vor, um deren Stillstand zu erzwingen. So wurde zum einen Aufmerksamkeit dafür geschaffen, dass Deutschland keinesfalls so klimafreundlich ist, wie es sich darstellt und noch viel Arbeit mit der Energiewende vor sich hat. Zum anderen wurde signalisiert, dass die Klimaaktivist*innen sich nicht davor scheuen, den Kohleausstieg selbst in die Hand zu nehmen, sollten die Regierungsvertreter*innen sich auf kein erfolgsversprechendes Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Abkommens einigen können, zu dem unter anderem der vorzeitige Kohleausstieg gehört.

Wir sind sehr froh, bei den Protesten im Vorfeld der COP 23 dabei gewesen zu sein und zu spüren, wie stark die Klimaschutzbewegung ist! Wir hoffen, dass dies auch bei den aktuell tagenden Regierungsvertreter*innen angekommen ist und blicken gespannt auf den Ausgang der Konferenz. In jedem Fall wird am 11.11.17 noch einmal kräftig demonstriert, für ein Klima der Gerechtigkeit! Informationen zur Demo am 11.11 findet ihr hier:

https://www.facebook.com/DemoKlimakonferenz/

Wer mit nach Bonn kommen möchte aber nicht weiß, wie und mit wem, kann sich gerne bei uns melden. Je mehr und lauter wir sind, desto besser! Am besten erreicht ihr uns über unsere Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/FossilFreeStuttgart/

Dort findet ihr noch weitere Eindrücke, unter anderem auch Videos, vom vergangenen Wochenende.

Gerne könnt ihr auch zu unserm nächsten Treffen am Montag, den 13.11. um 18:30 Uhr im Buschpilot kommen. Wir freuen uns auf Euch!

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Filmabend: ThuleTuvalu / Demos und Aktionen zur COP 23

17.10.2017
19:30 Uhr, Filmbeginn um 20 Uhr
Umweltzentrum in der Rotebühlstraße 86/1, Stuttgart
Freier Eintritt

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Die beiden Staaten Thule und Tuvalu sind durch den Klimawandel auf unheilvolle Weise verbunden: In Thule auf Grönland schmilzt das arktische Eis, während auf der Inselgruppe Tuvalu im Pazifischen Ozean der steigende Meeresspiegel die Bewohnerinnen und Bewohner bedroht.

Der Dokumentarfilm des Schweizer Regisseurs Matthias von Gunten zeigt die Folgen der globalen Erwärmung für die Menschen an den beiden Orten, die so weit von einander entfernt sind und deren Leben doch durch den gleichen Grund ins Wanken geraten.

Nicht nur geographische ist Tuvalu also der Republik Fidschi nahe, die die Präsidentschaft der Klimakonferenz innehat, die vom 6. bis 17. November 2017 in Bonn stattfinden wird. Mit der Veranstaltung wollen wir auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen und für die zur COP 23 stattfindenden Aktionen mobilisieren. Außerdem werden wir einen kleinen Einblick in das Thema Divestment und die Aktivitäten der lokalen Klimaschutzgruppe Fossil Free Stuttgart geben.

Hinweise zu Veranstaltungen

2.-4.11.: The 13. Conference of Youth (COY 13)
Bei der jährlichen „Conference of Youth (COY)“ treffen sich junge Leute aus der ganzen Welt, bekommen eine Einsicht in den Gipfelprozess, vernetzen sich und organisieren sich im Vorfeld des COP23. COY ist der zentrale Treffpunkt der „youth constituency“ (Jugenddelegation).
Infos hier: https://www.coy13.org/

3.-7.11.: The People’s Climate Summit (PCS)
Organisiert von einer Reihe von Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, ist der PCS ein klassischer Bewegungsgipfel. Er besteht aus größeren Abendveranstaltungen (3. – 5.11.), Workshops und Open Spaces (6. – 7.11.). Ziel ist ein Zusammenkommen von verschiedenen Bewegungen, um das Thema Klimagerechtigkeit in Bonn zu stärken. Workshops können bis zum 17. September eingereicht werden.
Infos hier: https://pcs2017.org/en/

4.11.: Klimademo I
Die traditionelle zivilgesellschaftliche Demonstration wird am Samstag vor Beginn des Gipfels stattfinden. Es soll ein familienfreundlicher Raum für Menschen allen Alters und aller Fähigkeiten geschaffen werden. Die Details folgen – der Hauptfokus wird auf Kohleabbau und Klimagerechtigkeit liegen. Das Motto ist: Fight for climate justice – draw a red line against coal! (Kämpfe für Klimagerechtigkeit – rote Linien gegen Kohle!)
Infos hier: http://www.klima-kohle-demo.de/english/

3. – 5.11.: Ende Gelände – Ziviler Ungehorsam gegen Kohle
Im Zeitraum vom 3. – 5.11. und damit kurz bvor dem Beginn des Gipfels wird Ende Gelände mit massenhaften Aktionen des zivilen Ungehorsams für einen Tag einen der großen Braunkohletagebaue in der Nähe blockieren. Hiermit knüpft Ende Gelände an die Erfolge der Blockaden von 2015, 2016 und 2017 an. Details folgen.
Infos hier: https://www.ende-gelaende.org/

5. 11. Solidaritätsaktion
Um den Auftakt der Ende Gelände-Aktion einzuläuten, werden internationale Aktivist*innen und zivilgesellschaftliche Gruppen sich für eine Zeremonie der Pacific Climate Warriors versammeln. Die Aktion soll eine auf Gerechtigkeit und Solidarität beruhende Verbindung schaffen mit denen, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Dieses Jahr bietet die Präsidentschaft der Fidschi-Inseln den Menschen aus dem Pazifikraum die Möglichkeit, der Welt zu zeigen wie eine echte Vorreiterrolle beim Klimaschutz aussähe. Die angemeldete Zeremonie wird so nah wie möglich an den Blockaden stattfinden. Betroffene laden Bezugsgruppen ein, Symbole des Widerstands aus dem Pazifikraum mit in den Tagebau zur Aktion zu nehmen.
Infos demnächst hier: https://350.org/de/

11.11.: Klimademo II
Für den 11.11. um 11.11 Uhr ruft das Bonner Bündnis „No Climate Change“ zum Karnevalsbeginn auf zur Demo mit karnevalistischen Elementen „Schluss mit dem faulen Zauber! Wir treiben die bösen Geister des Klimawandels aus!“ Die Demoroute geht durch die Bonner Innenstadt.
Mehr dazu hier: http://www.no-climate-change.org/

podiumsdiskussion

Anlässlich der herannahenden Bundestagswahl haben wir die KandidatInnen Ute Vogt (SPD), Stefan Kaufmann (CDU), Anna Christmann (GRÜNE) und Bernd Riexinger (LINKE)  eingeladen, um ihre Lösungsansätze zur Zukunft des Verkehrs vor dem Hintergrund des Klimawandels zu hören und zu diskutieren.

Wir freuen uns sehr über euer Kommen und Mitgestalten der Diskussionsrunde!

Die Moderation übernimmt Sylvia Pilarsky-Grosch (Landesgeschäftsführerin des BUND).

Wann? Am Dienstag, 12. September. Ab 18 Uhr besteht im Saal die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch mit den KandidatInnen und den Veranstaltern.
Um 19 Uhr beginnt die Podiumsdiskussion.

Wo? Bürgerzentrum West-Stuttgart
Bebelstraße 22, 70193 Stuttgart, Linien U2 und U9 (Haltestelle Schwab-Bebelstraße)

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Spende.

Veranstalter: BUND Kreisverband Stuttgart, Greenpeace Stuttgart, KUS (Klima- und Umweltbündnis Stuttgart), Naturfreunde Stuttgart, VCD Stuttgart, Fossil Free Stuttgart

Unsere Petition erreicht das Staatsministerium

Staatsminister Klaus-Peter Murawski (Mitte) nimmt sein Kunstwerk und unsere Petition entgegen. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Heute war Fossil Free Stuttgart zu Besuch im Staatsministerium von Baden-Württemberg. In der wunderschön gelegenen Villa Reitzenstein empfing uns Klaus-Peter Murawski zu einem einstündigen Gespräch. Der Staatsminister und Leiter der Staatskanzlei ist Mitglied des Aufsichtsrats der LBBW und seiner Einschätzung nach ist der Klimawandel die größte Herausforderung, der wir uns heutzutage stellen müssen. Damit scheint unser Anliegen, nämlich die Forderung an die LBBW, Schluss zu machen mit Risikogeschäften auf Klimakosten, bei ihm an der richtigen Adresse zu sein!

Zu dem Treffen haben wir eure fast 10.000 Stimmen aus der Petition an die LBBW (noch nicht unterzeichnet? Dann los!) mitgenommen und dem Minister ein Kunstwerk aus unserer Serie „ZAHLEN!“ überreicht. Mit ihrer Beteiligung an konventionellen Energiekonzernen wie Shell und RWE trägt die LBBW zu Umweltverschmutzung, Klimazerstörung und Verletzung der Menschenrechte bei – und nimmt auch noch unberechenbare finanzielle Risiken in Kauf.

Während des konstruktiven Gesprächs, an dem auch zwei Finanzberater aus der Staatskanzlei teilnahmen, sagte Klaus-Peter Murawski uns zu, dass er dem Vorstandsvorsitzen der LBBW Rainer Neske unsere Petition vorlegen werde. Wir sind gespannt, wie dieser darauf reagieren wird. Auch für ihn haben wir ein Gemälde, das Teil der Serie ist, die darstellt, wie selbstverständlich und gedankenlos die fossile Brennstoffindustrie Ressourcen verbraucht, fette Gewinne einfährt und gleichzeitig die Umweltkosten externalisiert. Das Engagement der Landesbank in klimaschädigende Unternehmen muss so schnell wie möglich enden, dafür setzen wir uns auch weiterhin ein. Denn auch wir denken: Der Klimawandel ist die größte Bedrohung unserer Zeit.

Während Tausende Menschen die Massenaktion des zivilen Ungehorsams im Rheinland unter Einsatz ihres Körpers unterstützen, ins Kohlerevier aufbrechen, um sich auf Transportgleise zu setzen oder in den Tagebau gehen, kämpfen wir auf politischer Ebene für die Energiewende und Klimagerechtigkeit. An verschiedenen Stellen und auf ganz unterschiedliche Arten vereint uns das gemeinsame Ziel, dass diejenigen, die schon jetzt vom Klimawandel betroffen sind, nicht noch mehr leiden und damit ihre Kinder, Nichten, Neffen und Enkel eine sicher Zukunft ohne Klimachaos haben werden.