Solidemo Hambacher Forst

Die Räumung des Hambacher Forsts hat begonnen. Damit wird der Weg frei gemacht, diesen 12.000 Jahre alten Urwald zu roden. Fossil Free Stuttgart und Michael Bloss, Grüner Kandidat für das Europaparlament, organisierten dazu eine spontane Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz, um Solidarität mit denjenigen zu zeigen, die den Wald schützen – für den Kohleausstieg und für den Erhalt des Hambacher Forsts.
Unter den Teilnehmenden befanden sich viele Einzelpersonen, aber auch viele Initiativen waren vertreten, darunter der BUND, die Grüne Jugend, die BUND-Jugend, die Grünen, die Linke, Ende Gelände Stuttgart. Mehrere Personen ergriffen die Chance, um spontan einige Worte an die Protestierenden zu richten. Darunter der Aufruf, am Wochenende auch selbst in den Hambacher Forst zu fahren, um vor Ort Unterstützung zu zeigen und Widerstand zu leisten.
Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen in Stuttgart ihre Solidarität mit den Aktivistinnen und Aktivisten im Hambacher Forst gezeigt haben. Das beweist, dass es um mehr geht als ein kleines Stück Wald. Der Hambacher Forst geht uns alle an und er muss erhalten bleiben! Die Klimakrise hat Europa längst erreicht. Trotz Hitzesommer und Waldbränden soll nun ein Wald der Braunkohle weichen. Statt einen von Europas letzten Urwäldern zu schützen, wird unser CO2-Ausstoß durch den Kohleabbau weiter in die Höhe getrieben. Die Räumung des Waldes wird mit einer fadenscheinigen Begründung betrieben und eskaliert die Situation unnötig.
Wir wehren uns gegen die klimaschädliche Politik der Bundesregierung und zeigen uns solidarisch mit den Menschen, die im Wald protestieren. Braunkohle ist eine Technologie der Vergangenheit, sie verpestet das Klima und macht es unmöglich, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Wir müssen die Erderwärmung deutlich unter 2 Grad halten, dafür braucht es jetzt den Kohleausstieg und keine Fällung eines 12.000 Jahre alten Waldes!
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Solidemo Hambacher Forst und Kohleausstieg

Die Räumung des Hambacher Forsts hat heute begonnen. Mit Beschluss der NRW-Bauministerin von Mittwoch 12.09.2018, sollen alle Baumhäuser im Hambacher Forst mit sofortiger Wirkung geräumt werden.

Seit heute Morgen befinden sich daher Büger*innen, Unterstützer*innen, Aktivist*innen und Besetzer*innen im Wald und stellen sich RWE und der Polizei in den Weg.

++ Kommt am Freitag, 14.09. um 18:00 zum Schlossplatz in Stuttgart – Solidemo Hambacher Forst & Kohleausstieg ++ 

Bringt Banner und Plakate mit!

Die Klimakrise hat Europa längst erreicht. Aber trotz Hitzesommer und Waldbränden soll der Hambacher Forst der Braunkohle weichen. Statt einen von Europas letzten Urwäldern zu schützen, wird unser CO2-Austoß durch den Kohleabbau weiter in die Höhe getrieben.

Dagegen wehren wir uns und zeigen uns solidarisch mit den Menschen, die im Wald protestieren. Braunkohle ist eine Technologie der Vergangenheit, sie verpestet das Klima und macht es unmöglich die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Wir müssen die Erderwärmung deutlich unter 2 Grad halten, dafür braucht es jetzt den Kohleausstieg und keine Fällung eines 12.000 Jahre alten Waldes!

 

Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung
P.S.: Wer kann, fährt am besten direkt in den Wald und unterstützt die Aktivist*innen vor Ort! Weitere Infos hier: http://www.facebook.com/pg/AktionUnterholz/

Mahnwache für das Klima

Zeit: Samstag, 08. September 2018 12:00-14.00 Uhr
Ort: Königstraße 3, Stuttgart

Außerdem: Teilnahme von Fossil Free Stuttgart an der Critical Mass am 07.09.2018

Am globalen Aktionstag Rise for Climate hält die Klimaschutzgruppe Fossil Free Stuttgart eine Mahnwache ab, damit die Klimakiller Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben und der Kohleausstieg in Deutschland schnell erfolgt.

Fossil Free Stuttgart beteiligt sich am weltweiten Aktionstag #RiseforClimate mit einer Mahnwache vor der BW-Bank Filiale in der Stuttgarter Königstraße. Seit knapp zwei Jahren setzt sich Fossil Free für eine klimafreundliche Anlagepolitik der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ein. Die LBBW hat bereits Anlagerichtlinien für die Kohleindustrie, Richtlinien für die Bereiche Öl und Gas fehlen bislang. In Teilen hat die Landesbank also die die Finanzierung von Kohleprojekten ausgeschlossen. Gleichzeitig gibt es zu den meisten Umwelt- und Klimaschutzaspekten nur vage Richtlinien, wie der Fair Finance Guide im Mai 2018 feststellte. Des Weiteren gäbe es keine weiteren konkreten Hinweise darauf, wie in der Verwaltung von eigenen Geldern, Kundengeldern oder im Kreditgeschäft Richtlinien zum Klimaschutz berücksichtigt werden.

   

Mit der Mahnwache will Fossil Free Stuttgart auch auf die derzeit tagende Kohlekommission aufmerksam machen. Vor Ort wird eine Petition des BUND unterstützt, die von Bundesregierung und Kohlekommission einen zügigen und konsequenten Ausstieg aus der Kohle fordert.

Am 07.09.2018 wird sich die Gruppe an der Critical Mass in Stuttgart beteiligen. Bei der Fahrraddemo wollen die Klimaschützerinnen und Klimaschützer gemeinsam mit anderen gegen den Klimawandel engagierten Menschen für Ende Gelände werben. Sie zeigen sich solidarisch mit den Kommissionsmitgliedern und Aktivistinnen und Aktivisten, die gegen die Rodung des Hambacher Waldes protestieren und damit verhindern wollen, dass RWE Fakten schafft, während über den Kohleausstieg noch verhandelt wird.

Tausende Menschen auf fünf Kontinenten werden mit kreativen Aktionen im Rahmen der Kampagne Rise for Climate auf die wachsenden Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam machen und ein Ende des fossilen Zeitalters fordern.

“Die Hitzewelle mit der langen Dürreperiode hat diesen Sommer auch in Deutschland deutlich gemacht, dass die Auswirkungen des Klimawandels alle etwas angehen. Wir müssen so schnell wie möglich den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen schaffen, um der Menschheit – heutigen und folgenden Generationen überall auf der Erde – eine Chance auf einen lebenswerten Planeten zu erhalten. Wer wie die Landesbank Baden-Württemberg Unternehmen aus dem Kohle-, Öl- und Gassektor finanziert, übernimmt damit Verantwortung für die Zerstörung des Klimas“, so Carolin Jaschek von Fossil Free Stuttgart.

In ganz Deutschland wird es dezentrale Aktionen geben, um ein Ende von Kohle, Öl und Gas fordern. So werden Kommunen und Universitäten beispielsweise aufgefordert, Investitionen in den fossilen Sektor zu beenden oder lokale Kohlekraftwerke abzuschalten.

Aktionen und Veranstaltungen finden u.a. in Mainz, Paderborn, Eisenach, Karlsruhe, Frankfurt, Köln, Erlangen und Münster statt. Die Essener Bevölkerung wird dem Kohlekonzern RWE symbolisch die Aktien der Stadt zurückgeben und so ihrer Forderung nach dem Verkauf der städtischen RWE-Aktien Nachdruck verleihen. Der Bürgermeister Thomas Kufen und RWE Vorstandschef Schmitz werden zu der Aktion eingeladen und können dort Stellung beziehen. In Berlin wird ein NGO-Bündnis mit einer Großprojektion und weiteren Aktionen „brennende Landschaften“ wie den jüngsten Waldbrand in Fichtenwalde/Brandenburg in den Fokus rücken. Gefordert wird von der Bundespolitik u.a. ein Subventionsstopp für fossile Brennstoffe, Divestment von 600.000 Bundespensionen und ein Klimaschutzgesetz für eine Bürger-Energiewende mit 100% Erneuerbaren.

In Stade werden Hunderte Menschen auf die Straße gehen, um gegen das örtliche Kohlekraftwerk zu protestieren und den schnellen landesweiten Kohleausstieg einzufordern.

Neben den Gruppen in Deutschland nehmen viele Menschen am Aktionstag teil, die besonders vom Klimawandel und der Kohle-, Öl- und Gasindustrie betroffen sind: Pazifische Inselbewohner werden ihre lokalen Institutionen auffordern, auf 100 % erneuerbare Energien umzusteigen; in Thailand sind Demonstrationen um den UN-Klimagipfel in Bangkok geplant; in Afrika treffen sich lokale Entscheidungsträger, um den Übergang zu einer sozial gerechten und fairen Energieversorgung zu beschleunigen.