Aus kontrolliertem Raubbau – Lesung und Gespräch mit Kathrin Hartmann

kathrin_hartmann

Am Freitag, 30. September 2016 ist die Autorin Katrin Hartmann mit ihrem neuen Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“ bei uns zu Gast in Stuttgart.

Politik und Wirtschaft heizen das Klima an, vernichten Natur und produzieren Armut: Im Buch rechnet die Autorin ab mit der Illusion des grünen Wachstums, dem Zynismus von Wirtschaft, Politik und NGO und unserem verschwenderischen Lebensstil.

Für ihre Recherchen reiste Kathrin Hartmann nach Indonesien, Bangladesch und El Salvador: Selbst für nachhaltiges Palmöl, das in Biodiesel und mittlerweile jedem zweiten Supermarktprodukt steckt, werden in Südostasien Regenwälder gerodet und Menschen vertrieben.

Freitag, 30. September 2016 ab 19 Uhr im Bürgerzentrum West, Bebelstr.22, 70193 Stuttgart; U-Bahn Haltestelle Schwab-/Bebelstraße, Eintritt frei

Hier geht’s zum Flyer, den ihr gerne teilen und verbreiten dürft.

Stop TTIP- und CETA-Demo am 17.09.

Jetzt wird entschieden! Bundesweite Großdemonstrationen in sieben Städten am 17. September!

CETA und TTIP, die Abkommen der EU mit Kanada und den USA, drohen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben. Im Herbst geht diese Auseinandersetzung in die heiße Phase: EU und USA drücken aufs Tempo und wollen TTIP bis zum Jahresende fertig verhandeln.

CETA ist bereits fertig verhandelt. EU-Kommission und Bundesregierung wollen, dass das Abkommen beim EU-Kanada-Gipfel im Oktober offiziell unterzeichnet wird. Zuvor müssen sowohl der EU-Ministerrat als auch die Bundesregierung entscheiden, ob sie CETA stoppen. CETA dient als Blaupause für TTIP. Schon mit CETA könnten Großunternehmen über kanadische Tochtergesellschaften EU-Mitgliedsstaaten auf Schadensersatz verklagen, wenn neue Gesetze ihre Profite schmälern.

Kurz vor diesen Entscheidungen tragen wir unseren Protest gegen CETA und TTIP auf die Straße! Getragen von einem breiten Bündnis demonstrieren wir mit weit über hunderttausend Menschen am Samstag, den 17. September in sieben Städten – in Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Damit fordern wir auch die Landesregierungen auf, im Bundesrat CETA und TTIP nicht zuzustimmen!

What’s next?

© Michel Laborda

© Michel Laborda

Und wie geht’s jetzt weiter? War’s das für Fossil Free Stuttgart, Ziel erreicht?

Auf keinen Fall! Wir machen weiter, denn die städtischen sind ja nun nicht die einzigen Gelder, die aus den Fossilen abgezogen werden müssen. Was als nächstes kommt, wollen wir bei unserem nächsten Treffen besprechen. Du bist herzlich willkommen mitzudiskutierenen, mit eigenen Ideen im Gepäck oder ohne, Hauptsache mit Begeisterung!

Dienstag, 02.08., 19:00
Umweltzentrum in der Rotebühlstraße 86/1 im Hinterhof

Keine Kohle mehr für Fossile in Stuttgart

© Michel Laborda

© Michel Laborda

Jede Menge Zustimmung, 6 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen: Der Stuttgarter Gemeinderat entscheidet für nachhaltige Anlagekriterien! Konkret bedeutet das, dass öffentliche Gelder aus Kohle, Öl und unkonventionellem Gas abgezogen bzw. nicht neu investiert werden. Damit geht die Stadt auf die Bedrohung durch den Klimawandel und drohende finanzielle Verluste ein.

Mit dem Beschluss werden etwa 75 der 600 Stoxx-Europe Unternehmen von der städtischen Vermögensanlage ausgeschlossen, darunter die EnBW, EON, RWE, BASF, Bayer und weitere Konzerne mit Geschäftsfeldern in fossilen Brennstoffen.

Ein Großteil der weltweiten Kohle-, Öl- und Gasreserven darf nicht verbrannt werden, um den globalen Temperaturanstieg unter der 2°C-Marke zu halten. Aus diesem Grund und wegen der massiven Wertverluste, die diesen Unternehmen in Folge der Kohlenstoffblase als Konsequenz drohen, kappen immer mehr Investoren ihre finanziellen Verbindungen zu der Industrie.

Stuttgart schließt sich der weltweit wachsenden Bewegung von Investoren an und hat als Landeshauptstadt ein bundesweites Zeichen gesetzt. Als wichtiger Anteilseigner der LBBW (18.93%) mit OB Kuhn als Aufsichtsratsmitglied wäre der nächste folgerichtige Schritt der Stadt Stuttgart, diese Anlagerichtlinie auch bei der LBBW einzubringen.

© Michel Laborda

© Michel Laborda

Seit Juli 2015 drängt Fossil Free Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Klima- und Umweltbündnis Stuttgart und dem BUND Kreisverband Stuttgart auf ein Divestment der Stadt, also einen Abzug öffentlicher Anlagegelder aus Kohle, Öl und Gas. In Gesprächen mit Politikern, mit kreativen Aktionen und in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Verbänden hat die Initiative ihr Anliegen kontinuierlich verfolgt und nun einen beachtlichen Erfolg erzielt. „Wir freuen uns sehr, dass die Stuttgarter Verwaltung erkannt hat, dass fossile Brennstoffe nicht zukunftsfähig sind und es unethisch ist, öffentliche Gelder in Konzerne fließen zu lassen, die maßgeblich den Klimawandel vorantreiben“, kommentiert Carolin Jaschek von Fossil Free Stuttgart den Beschluss.

Mit Bannern, Wimpeln und verkleidet als Kohlenstoffblasen machten die Aktivisten vor der Gemeinderatssitzung in einer Demonstration auf dem Marktplatz noch einmal öffentlich auf das Thema aufmerksam und demonstrierten das zivilgesellschaftliche Interesse an der Sache.

© Michel Laborda

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Die mit der Petition gesammelten Unterschriften überreichten sie dem erste Bürgermeister der Stadt Michael Föll (CDU). Hannes Rockenbauch und Christoph Ozasek (SÖS / Linke) besuchten die Aktion ebenfalls. In der Abstimmung selbst fanden die Vertreter der großen Parteien und Fraktionen lobende Worte für das Engagement und die Relevanz von Fossil Free Stuttgart.

© Michel Laborda

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Mit den überarbeiteten Anlagerichtlinien bemüht sich die Stadtverwaltung, dem Grundsatz der Nachhaltigkeit nachzukommen, der vor einem Jahr verabschiedet wurde. „Geld stinkt eben manchmal doch. Deswegen muss die öffentliche Hand schauen, wo Steuergelder gut angelegt sind“, begründet Anna Deparnay-Grunenberg von den Grünen die Entscheidung während der Sitzung des Verwaltungsausschusses. Die neuen Anlagekriterien der baden-württembergischen Landeshauptstadt und der Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH sollen ab dem 1. September 2016 beim Erwerb neuer Papiere beachtet werden. Im Portfolio enthaltene Papiere, die die Nachhaltigkeitskriterien nicht erfüllen, sollen verkauft werden.

Weitere Gründe, die zum Ausschluss führen, sind die Erzeugung von Atomenergie, Menschenrechtsverletzungen wie Zwangs- und Kinderarbeit, Verletzung der Menschenwürde im Konsumbereich, Herstellung von Militärwaffen und -munition, gentechnische Veränderung von Pflanzen oder Saatgut, gesetzlich nicht vorgeschriebene Tierversuche im Kosmetikbereich, Verwicklung in Korruptions- und Bestechungsvorfälle. Die angelegten Kriterien sind damit strenger als die der Stadt Münster, die als Vorbild dienten. Bei der Definition der Ausschlusskriterien beachtete die Stuttgarter Verwaltung die Forderungen von Fossil Free Stuttgart ebenso wie Richtlinien der Evangelischen und der Katholischen Kirche sowie des norwegischen Pensionsfonds. Sowohl SPD als auch Grüne und Linke hatten im April 2016 entsprechende Anträge gestellt.

Der Ausschluss von Unternehmen, die mit Gas Profit machen, war im Antrag der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion und der Fraktionsgemeinschaft SÖS-LINKE-PluS noch aufgeführt, schaffte es nun aber nicht in den finalen Antrag. Als Grund gilt die angestrebte Nutzung des fossilen Brennstoffs als Übergangstechnologie beispielsweise in den Stadtwerken.

UPDATE 01.08.2016: Hier findet ihr die Beschlussvorlage, die noch durch den Ausschluss von unkonventionellem Gas / Fracking ergänzt wird, und die Anlagerichtlinien von 2015 zum Nachlesen.

Und wie geht’s jetzt weiter? War’s das für Fossil Free Stutgart, Ziel erreicht?

Auf keinen Fall! Wir machen weiter, denn die städtischen sind ja nun nicht die einzigen Gelder, die aus den Fossilen abgezogen werden müssen. Was als nächstes kommt, wollen wir bei unserem nächsten Treffen besprechen. Du bist herzlich willkommen mitzudiskutierenen, mit eigenen Ideen im Gepäck oder ohne, Hauptsache mit Begeisterung!

Wann und Wo: Dienstag, 02.08., 19:00, Umweltzentrum in der Rotebühlstraße 86/1 im Hinterhof

© Michel Laborda

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Stuttgart wird Fossil Free!

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Endlich ist es tatsächlich so weit – Stuttgart zieht sein Geld ab aus Kohle, Öl, unkonventionellem Gas und Fracking (und anderen sinnvollen Dingen), und es braucht nur noch den abschließenden Gemeinderatsbeschluss. Damit die Rätinnen und Räte auch wirklich an der richtigen Stelle ihre Hand heben, wollen wir noch einmal die Werbetrommel für Divestment rühren. Kommt vorbei und bezieht Stellung mit uns, auf dass wir danach einen großen Schritt Richtung Klimaschutz feiern können!

27.07.2016, 15:30 – 16:30, Marktplatz 1, Stuttgart —> direkt vor dem Rathaus

Die Gemeinderatssitzung beginnt dann im Anschluss um 16:30 Uhr.

Behaltet eure dreckige Kohle!

Antikohleaktion beim WelSTATTMarkt

Wir wollen eure dreckige Kohle nicht – denn die zerstört das Klima, missachtet Menschenrechte und schadet der Gesundheit. Deswegen haben wir beim WeltSTATTMarkt 2016 gemeinsam mit Stuttgart Open Fair – Vernetzung, dem Klima- und Umweltbündnis Stuttgart und vielen anderen ein kleines Straßentheater aufgeführt.

PRESSEMITTEILUNG

von
–      Fossil Free Stuttgart
–      Klima- und Umweltbündnis Stuttgart
–      Stuttgart Open Fair

Stuttgart, den 2. Juni 2016

„Behaltet eure dreckige Kohle!“

Symbolische Aktion am Samstag (4. Juni) auf dem Stuttgarter Schlossplatz / Aktivist*innen legen beim WeltSTATTMarkt selbst Hand an für Klimagerechtigkeit

Ein Kohlehaufen mitten auf dem Schlossplatz zeigt: Auch in Stuttgart müssen jetzt klimapolitische Entscheidungen getroffen werden, damit Kohle und andere fossile Rohstoffe weder gefördert noch verbrannt werden. Mit Eimern tragen die Klimaaktivist*innen den Kohlehaufen in einer Menschenkette ab und bringen den Investoren der LBBW symbolisch ihre dreckige Kohle zurück. Die LBBW hat 1,2 Milliarden Euro im Kohlegeschäft liegen und befindet sich damit im internationalen Vergleich unter den 50 größten Kohlebanken.

Mit den Worten „Behaltet eure dreckige Kohle!“ stellen sich die Aktivist*innen gegen die Energieversorgung aus der Verbrennung von Kohle sowie gegen Investitionen in fossile Energieträger und Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie durch die Banken.

Die Kohle, die in der Aktion bewegt wird, stammt aus der unmittelbaren Umgebung des EnBW-Kraftwerks Münster. Um den Klimawandel aufzuhalten, müsse die Kohle im Boden bleiben und öffentliche Gelder aus der Finanzierung des Klimawandels abgezogen werden, fordern die Aktivist*innen, mit Atemmasken und in weißen Overalls gekleidet. Nur so könne letztlich das auf dem UN-Klimagipfel in Paris verabschiedete Ziel von maximal 1,5 Grad globaler Erwärmung eingehalten werden und öffentliche Gelder vor der Entwertung geschützt werden. Außerdem geht der Kohleabbau zu oft mit einer Missachtung von Menschenrechten, z. B. in Kolumbien, einher, die die Aktivist*innen ankreiden. Das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept der Landesregierung droht an der immensen Kohleverstromung zu scheitern.

Die Aktion verknüpft die Initiativen für Klimagerechtigkeit, gegen Feinstaub und für Divestment in Stuttgart mit weiteren globalen Themen des diesjährigen Stuttgart Open Fair, das den WeltSTATTMarkt 2016 unter dem Motto „Säen für die Stadt von morgen“ organisiert hat.
Die Aktion findet um 14.00 Uhr auf dem Schlossplatz, auf der Kreuzung Königsstraße/ Planie am Rande des WeltSTATTMarkts statt. Die Aktion wird gegen 15.20 Uhr wiederholt und auf der Weltbühne des WeltSTATTMarkts kommentiert.
Voraussichtlich wird Herr Umweltminister Franz Untersteller ab 14 Uhr den WeltSTATTMarkt besuchen.

Pressekontakte

Peter Streiff (Stuttgart Open Fair)
Telefon: 0160 / 99614517
Mail: presse@stuttgartopenfair.de

Dieter Bareis (Klima- und Umweltbündnis Stuttgart)
Telefon: 0157 / 88049317
Mail: Dieter.Bareis@web.de

Statements der beteiligten Organisationen

Fossil Free Stuttgart
Wenn es falsch ist, das Klima zu zerstören, dann ist es falsch von dieser Zerstörung zu profitieren. Ganz abgesehen davon, dass es sich noch nicht einmal finanziell lohnt. Deswegen fordert Fossil Free Stuttgart von der Stadt Stuttgart, ihre Gelder aus der fossilen Brennstoffindustrie abzuziehen (= Divestment) und stattdessen in nachhaltige Anlageformen zu investieren wie zum Beispiel erneuerbare Energien. „Unser Ziel in Kurzform: Klimaschutz und Schutz öffentlicher Finanzen vor der Kohlenstoffblase.“
http://www.fossilfreestuttgart.wordpress.com

Klima- und Umweltbündnis Stuttgart (KUS)
Das KUS möchte eine Politik der Nachhaltigkeit durchsetzen. Dazu bedarf es dringlich einer Energie-, Wärme- und Verkehrswende. Bei der Energie- und Wärmewende wollen wir schnellstmöglich auf Erneuerbare Energien umsteigen und brauchen hierzu funktionierende Stadtwerke mit 100% Ökostrom und ausgebauten Nah- und Fernwärmenetzen. Im Verkehrsbereich wollen wir den Umweltverbund (Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV) stärken. Die Bedeutung von Autos muss zurückgedrängt, ihr Antrieb klima- und umweltfreundlich werden. Statt dicker Luft im Kessel brauchen wir den frischen Wind des Nachhaltigkeitswandels!
http://www.kus-stuttgart.de

Stuttgart Open Fair 2016: Säen für die Stadt von morgen
Die Ergebnisse des UN-Klimagipfels in Paris fordern uns auf, vor Ort aktiv zu werden. Das diesjährige Stuttgart Open Fair beleuchtet globale Entwicklungen vor den konkreten Veränderungen und Ansätzen vor Ort. Der Erfolg des Klimagipfels wird sich auch daran messen lassen, ob es in Stuttgart deutliche Schritte für eine solidarischere und ökologischere Welt geben wird. Ende April hatte das Bündnis unter dem Titel „Klimawandel einkesseln!“ in einem Stadtteilgespräch nach gemeinsamen Handlungsansätzen gesucht: Was sind lokale Ziele und Strategien für globale Klimagerechtigkeit? Welche Aktivitäten sind gemeinsam in Stuttgart umsetzbar? „Für die Stadtentwicklung in Stuttgart sollte das Ergebnis des Klimagipfels schon bald spürbare Auswirkungen haben“, sagte Marieke Kodweiß vom Stuttgart Open Fair und fuhr fort: „Denn jetzt muss sich einfach etwas bewegen. Das Klimathema kann verschiedene soziale Bewegungen zusammenführen, die verstärkt für eine andere Stadt, eine andere Welt aktiv werden, wie die heutige Aktion gezeigt hat.“
http://www.stuttgartopenfair.de

VERTIEFENDE HINTERGRUNDINFO

Klimaschutz und Schutz öffentlicher Finanzen vor der Kohlenstoffblase
Das hat die Gruppe Fossil Free Stuttgart  in einer Petition an den Stuttgarter Stadtrat formuliert, die seit Beginn des Jahres zudem in Kontakt mit verschiedenen Stuttgarter Parteien steht. Inzwischen liegt dem Gemeinderat ein Antrag von der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion und der Fraktionsgemeinschaft SÖS-LINKE-PluS vor. „DIVEST NOW! Dekarbonisierung städtischer Finanzanlagen – Städtische Anlagerichtlinien anpassen“ heißt dieser. Er beinhaltet u.a. die folgende Forderung: „Die Stadt investiert nicht neu in Unternehmen, die ihrerseits noch in den Rohstoffabbau von Kohle und Öl, mittelfristig auch Erdgas, investieren und nicht in solche, deren Geschäftsfeld (auch) die Energieerzeugung mit Kohle/Öl ist.“
Auch die SPD-Gemeinderatsfraktion hat einen Antrag vorgelegt, der die Nachhaltigkeit der Geldanlagen der Stadt und der SVV hinterfragt.

Ende des fossilen Zeitalters
Das Ende von Kohle, Öl und Gas ist absehbar. Denn um die globale Erderwärmung auf 1,5° Celsius zu begrenzen, müssen mehr als 80% der bisher bekannten fossilen Brennstoffreserven unter der Erde bleiben. Ansonsten drohen katastrophale Folgen für Natur und Gesellschaft. Trotzdem investieren Unis, Städte, Kirchen und andere Institutionen direkt oder über sogenannte Klimakillerbanken in RWE, E.ON, Shell und Gazprom. Die LBBW hat 1,2 Milliarden Euro im Kohlegeschäft liegen und befindet sich damit im internationalen Vergleich unter den 50 größten Kohlebanken. Als Miteigentümerin der LBBW wird das Thema Divestment ganz schnell akut für die Stadt Stuttgart.

Die Kohlenstoffblase
Und was ist diese Kohlenstoffblase? Die „Carbon Bubble“ bezeichnet die aufgeblähte Investitionsblase in fossile Brennstoffe. Sie ist das Ergebnis einer Überbewertung von Kohle-, Öl- und Gasreserven, die nicht berücksichtigt, dass der Großteil der fossilen Reserven einem hohen Risiko ausgesetzt ist, unverwertbar zu sein. Dieser Fall tritt ein, sobald die Konsequenzen aus den Pariser Beschlüssen gezogen werden und entsprechende Gesetze in Kraft treten. Damit würden die Gelder als sogenannte stranded assets stark oder gar ganz an Wert verlieren. Davor wollen wir die öffentlichen Gelder in Stuttgart schützen.

KUS 2016 Warum wir einen raschen Ausstieg aus der Förderung und Verbrennung von Kohle und aus dem Investment in Kohle fordern

Das war der Übermorgen Markt

© Michél Laborda

Was für ein Tag! Danke nochmal an alle, die uns beim Übermorgen Markt auf dem Marienplatz gestern besucht haben und ganz besondere Grüße an das Team vom Übermorgen Magazin, das die Veranstaltung so fantastisch möglich gemacht hat.

Beim Dosenwerfen an unserem Stand haben die Besucher*innen Kohle, Öl und Gas symbolisch der Gasraus gemacht und dafür selbst gebastelte Samenbomben, Klimaschutz-Quartette und weitere feine kleine Dinge mit nach Hause genommen. Und abseits vom Spiel haben wir wunderbare und interessante Gespräche geführt und einfach eine gute Zeit gehabt. Wir freuen uns aufs nächste Jahr und hoffen, viele von euch am 7. Juni um 19 Uhr im Umweltzentrum (Rotebühlstraße 86/1) bei unserem nächsten Gruppentreffen wiederzusehen.

DIVEST NOW in Stuttgart offiziell beantragt!

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ES GEHT LOS! Wir jubeln und lassen die Korken knallen!

„DIVEST NOW! Dekarbonisierung städtischer Finanzanlagen – Städtische Anlagerichtlinien anpassen“

beantragen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion und die Fraktionsgemeinschaft SÖS-LINKE-PluS in Stuttgart.

Der Gemeinderatsantrag beinhaltet u.a. die folgende Forderung:
„Die Stadt investiert nicht neu in Unternehmen, die ihrerseits noch in den Rohstoffabbau von Kohle und Öl, mittelfristig auch Erdgas, investieren und nicht in solche, deren Geschäftsfeld (auch) die Energieerzeugung mit Kohle/Öl ist.“

Hier der komplette Antrag zum Nachlesen.

Gleichzeitig liegt übrigens auch noch ein Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion vor, der die Nachhaltigkeit der Geldanlagen der Stadt und der SVV hinterfragt! Fantastisch!!
Hier geht’s zum entsprechenden Dokument.

Helft mit, diese Anträge voranzubringen und Druck aufzubauen und unterschreibt in weniger als einer kleinen Minute unsere Petition.

WeltSTATTMarkt

04.06.2016, 10:00 – 20:00

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Buntes Treiben, vielfältige Aktionen, leckeres Essen, spannende Darbietungen – all das ist der WeltSTATTmarkt auf dem Schloßplatz am Samstag, den 4. Juni 2016. Mit Infoständen, einer Weltbühne, Aktionen und Musik will die Stuttgart Open Fair auf ihre Themen aufmerksam machen und neue MitstreiterInnen für eine andere Welt gewinnen und einem breiten Publikum aufzeigen, dass eine ökologisch- soziale Transformation sowohl in Stuttgart als auch auf der ganzen Welt möglich ist.

Mit der Fossil Free Stuttgart Gruppe stehen wir noch am Anfang der Planung und wir können eine Teilnahme wahrscheinlich nicht ohne weitere Menschen stemmen. Wenn du gerne mitplanen und -machen würdest, empfangen wir Dich mit offenen Armen und Handkuss!

Fossil Free Stuttgart beim Übermorgen Markt

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Gemeinsam mit dem BUND Kreisverband werden wir am Übermorgen Markt teilnehmen. Was genau wir mitbringen, steht noch nicht fest, aber es wird was zum Mitmachen und ins-Gespräch-Kommen sein. Zur konzeptionellen Planung, Standbetreuung und guten Unterhaltung während des Tages suchen wir noch fröhliche Mitstreiter*innen. Falls Dich eines davon oder alles anspricht, mit oder auch ganz ohne Verantwortung, melde Dich!